1. April 2020

Für was bitte ein Werkverzeichnis

Es war eine tolle Zeit auf der Akademie, aber ich hatte das Gefühl, alle anderen sind besser. Es war kein Platz da, kein Raum für meine kleinen winzigen Arbeiten, die ich in erster Linie in meiner Hand hielt und formte. Ich hatte auch keine großen Gedanken und konnte mit der Gigantomanie, um mich herum nichts anfangen. Da war es nur logisch, dass ich mich wieder zurück zog und im Kämmerlein arbeitete. Meine naiven Zugänge behielt ich bei und so ging es dahin bis ein Künstler aus der Familie mit in den Keller ging und meine hunderten von Zeichnungen bewunderte und darauf drängte, endlich auszustellen. Die ersten Erfolge sind immer eine Überraschung und auf einmal kam der Punkt, wo immer mehr Menschen meine kleinen UHU Zeichnungen sehen wollten.

Der unvermeintlich geplante Webauftritt brachte die Katastrophe zutage. Keine Aufzeichnungen, kein Archiv, keine Ordnung. Und dann ging es los mit dem Werkverzeichnis – etwas anstrengenderes gibt es nicht, als in den alten Arbeiten zu wühlen und alles in ein System zu geben. Meine Empfehlung an Menschen, die wirklich erfolgreiche Künstler werden wollen: glaubt an euch von Anfang an und signiert eure arbeiten und listet sie Stück für Stück ganz genau auf. Später ist der Aufwand riesig und nicht mehr aufzuholen. Ohne mein treues Team im Hintergrund wäre gar nichts da, Null – Zero. Und ich würde immer noch nichts verkaufen…

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